Didier Schniegel

didier Als Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters lag es wohl auf der Hand, die Fächer Deutsch und Französisch zu studieren, zumal mir schon als Knabe der Beruf des Lehrers erstrebenswert erschien: Träume müssen gelebt werden!

Dass ich freilich siebzehn Jahre lang als Lehrer und Erzieher am Landerziehungsheim in Urspring leben und arbeiten würde, davon zwölf Jahre zusammen mit meiner Frau und unseren drei Söhnen vor Ort auf dem Schulgelände, das hatte ich mir auch in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.

Es sollte eine reiche und erfüllte Zeit werden, gerade auch, was das Schulleben außerhalb des Fachunterrichts betrifft: Sport- und Spielveranstaltungen mit den Jugendlichen, gemeinsames Singen im Chor, Aufführungen von Musicals und gemeinsame Theaterprojekte.

Der Ruf von Vater Staat riss mich dann jäh und unerwartet aus meinen reformpädagogischen Träumereien. Glücklicherweise wurde mir schon kurz nach meinem Wechsel ans Laupheimer Gymnasium im Herbst 2001 die Leitung der Schultheater-AG übertragen. Fast zeitgleich flatterten mir Unterlagen der LAG auf den Schreibtisch, und ich entschloss mich kurzerhand, die angebotene Spielleiterausbildung in Reutlingen zu beginnen.

Zwei spannende, faszinierende und überaus wertvolle Jahre haben meine Leidenschaft für das Theater noch gesteigert. Es folgte eine Vertiefung der theaterpädagogischen Grundausbildung im dritten Jahr, und gleichzeitig regte sich die Lust, auch wieder selbst auf der Bühne zu stehen und zu spielen.

Nun bin ich eines der neuen Gesichter bei Theater Katafalk und freue mich auf all die schönen Dinge, die da kommen mögen! Wie gesagt: Träume müssen gelebt werden!